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 EM - Effektive Mikroorganismen & Terra Preta
          Diplomgeoökologe Marko Heckel
 Fragen und Bestellungen Tel: 038724-228145  Fax: 03212-1146188   info@triaterra.de

Einführung in

Effektive Mikroorganismen

Effektive Mikroorganismen sind eine Mischung von Mikroorganismen die auch traditionell in der Lebensmittelverarbeitung eingesetzt werden und in der Natur weit verbreitet sind.  


***Milchsäurebakterien, Hefepilze, Photosynthesebakterien und begleitende Arten***

Vereinfacht gesagt ist EM eine Art flüssiger Sauerteig. Es wurden dominante positive Mikroorganismen zusammengemischt. Die Mikroorganismen arbeiten auf Gegenseitigkeit und können in flüssiger Kultur miteinander leben. Diese Symbiose ermöglicht EM Leistungen die weit über die Wirkung einzelner Arten hinausgeht.
EM verhindert Fäulnis und übermäßige Oxidation (Schimmel usw.) und ersetzt es durch positive Fermentation (Sauerkrautprinzip). EM schafft eine für Tier, Mensch und Pflanze positive Mikrobiologie.
Die vielen Anwendungsgebiete überraschen zunächst. Mit EM wurde ein grundlegendes mikrobielles Prinzip entdeckt, das die Verwandtschaft von so unterschiedlichen Systemen wie Silage, Verdauung, Boden oder Seen aufzeigt.

EM wurde Anfang der Achtziger in Japan vom Gartenbauprofessor Teruo Higa als Bodenhilfsstoff entwickelt, mit der Absicht Mineraldünger und Pflanzenschutzmittel einzusparen. Es wurde aber schnell deutlich, dass EM auch in Tierzucht, Haushalt, Umwelt und Industrie eingesetzt werden kann. EM hat sich zuerst in Japan und Thailand verbreitet und sich dann in den letzten zwanzig Jahren langsam seinen Weg nach Westen gebahnt, um schließlich bei uns anzukommen.


Landwirtschaft

Mit den Effektiven Mikroorganismen - EM können wir das mikrobielle Milieu an der Wurzel packen. Fäulnis, Schimmel und Krankheitskeime können sich in einem von EM dominierten Milieu nicht entwickeln.
Die EM-Anwendung kann an jedem Punkt des lebendigen Kreislaufs ansetzen. Als Sprühung auf dem Acker, als Zusatz zu Gülle, Mist und Klärschlamm, in der Fütterung, als Siliermittel als Lebensmittel oder beim Vernebeln im Stall. Keine Maßnahme geht verloren, Sie trägt sich über den Kreislauf fort und hat zukünftig Auswirkungen
auf die Bodenfruchtbarkeit, auf die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Tiere und Menschen.

Die langfristige Wirkung auf den landwirtschaftlichen Kreislauf ist das spannendste an den Effektiven Mikroorganismen, was sich auch in gewaltig höherer Wirtschaftlichkeit niederschlägt. Wir haben inzwischen hunderte Betriebe in Deutschland die seit Jahren EM anwenden und damit benachbarte konventionelle Betriebe bei Gewinn, Qualität und Ertrag hinter sich lassen.
Den größten Erfolg haben Landwirte die EM, Holzkohlenstaub (Terra Preta) und Gesteinsmehl kombinieren. Mit der porösen Holzkohle bringen wir die Mikroorganismen gleich zusammen mit ihrer liebsten Wohnstätte aus. Holzkohle ist im Boden über Jahrtausenden stabil und wird intensiv von Mikroorganismen besiedelt. Geschützt in den tiefen Poren der Holzkohle können die Mikroorganismen Winter, Trockenheit und Nährstoffmangel überdauern und den Boden immer wieder schnell neu besiedeln. Holzkohle in Kombination mit EMs sorgt für einen sehr schnellen Aufbau von Dauerhumus.
Gesteinsmehl sorgt für gute Bodenstruktur Calcium-, Phosphat- und Spurenelementdüngung.
Die Effktiven Mikroorganismen sorgen für optimale Nährstoffausnutzung und -bindung, gesunde Pflanzen durch regenerative Mikrobiologie und Humusaufbau

Gerade bei der Anwendung im landwirtschaftlichen Kreislauf zeigt sich, das Mikroorganismen Zeit brauchen. Die Ergebnisse die nach einem Monat zu sehen sind, sind nichts im Vergleich zum Zustand nach einem halben Jahr und diese nichts im Vergleich zu den Veränderungen nach drei Jahren.
Gleichzeitig ist EM aber auch kurzfristig ökonomisch anwendbar, mit schneller und guter Wirkung. Zum Beispiel bei Silage, Gülle- und Mistbehandlung oder Fütterung.

Wirkungen von EM

1. Mit EM kann man das mikrobielle Milieu steuern, so dass pathogene Keime (z.B. Fäulnis und Schimmel) keine Probleme mehr machen.

        - Sauerkrautprinzip: organische Stoffe werden nicht verbrannt (oxidiert) oder faulen, sondern fermentieren zu wertvollen Substanzen

        - In der Küche, im Bad, in Seen und Teichen, in Ställen, im Boden, in der Silage, im Futter, in Magen, Darm und Mist der Tiere

2. Die Effektiven Mikroorganismen können Gestank und Gifte abbauen

        - Abbau von Schwefelwasserstoff und anderen Giftstoffen, Verminderung von Ammoniakemissionen

        - bei Anwendung von EM in Tierzucht, Abwasserbehandlung oder Abfallbehandlung verschwinden die typischen Geruchsprobleme

3. EM produzieren Vitamine, Antioxidantien, Proteine, organische Säuren, komplexe Zucker und natürliche Antibiotika

        - in der Tat ist die Menge an Antioxidantien so groß, dass problemlos Werkzeug entrostet werden kann

        - bei Anwendung sinkt entsprechend das Redoxpotential der geimpften Systeme, die Antioxidationskraft von Böden, Gewässern und Lebewesen wird gestärkt

        - die sogenannten freien Radikalen werden mit Hilfe der Antioxidantien in EM besser eingefangen

Der einzige Nachteil von EM ist, dass es regelmäßig und langfristig angewendet werden muss damit es wirken kann. Ach ja, und die photosynthetischen Bakterien in EM fressen manchmal Gummidichtungen.

 

Anwendungen von EM

Zu vielen dieser Themen liegen wissenschaftliche Untersuchungen und vielfältige Erfahrungsberichte vor. Kontaktieren Sie mich, wenn Sie genaueres wissen möchten.

* Siliermittel: EM-Silo-Silagen zeichnen sich durch sehr hohe aerobe Stabilität aus und können lange offen liegen ohne das Nacherwärmung oder Schimmel auftreten

* zur Geruchs- und Emissionsminderung von Gülle, Mist und Ställen

* Bodenhilfsstoff in Landwirtschaft, Garten und Haushalt: EM bringt Leben in den Boden, verbessert die Nährstoffausnutzung und verdrängt Pflanzenkrankheiten

* belastete Seen, Teiche und Flüsse sanieren, EM unterstützt die Abwasserreinigung und wird auch in der Fischzucht eingesetzt (Schlammabbau und Algenreduktion)

*·Reinigungsmittel in Haushalt und Industrie: EM frisst unangenehme Gerüche, vermindert Staubbildung, erleichtert durch bakterielle Enzyme die Reinigung

* Und so weiter und so weiter

 Letztlich kann man Effektive Mikroorganismen fast überall einsetzen um eine Besiedlung mit positiven Mikroorganismen zu erreichen.

Unsere Vision ist, das EM als Siliermittel in der Fütterung und als Bodenhilfsstoff eingesetzt wird. Nach und nach verbreiten sich dann regenerative Mikroorganismen im Verdauungstrakt der Tiere, im Stall, in der Gülle, auf den Äckern und Wiesen und schließlich mit den Feldfrüchten und Tierprodukten beim Menschen. Fäulnis, Schimmel, Gestank, aber auch Pflanzenschutzmittel werden langsam zu Fremdworten, wenn regenerative Mikroorganismen überall die Führung übernehmen.

 

EM als Bodenhilfsstoff

Ursprünglich wurden die Effektiven Mikroorganismen als Bodenhilfsstoff entwickelt. Die Idee war es Dünger und Pflanzenschutzmittel zu sparen. Das Bodenleben wird angeregt Im Rückblick ist es nicht verwunderlich dass diese Entdeckung aus Japan kommt, denn dort wird traditionell viel mit Fermentation gearbeitet und was kompostieren angeht sind Japaner echte Fanatiker.

Mit EM wird organische Substanz im Boden nicht so schnell abgebaut (fermentativer Umbau und Synthese statt Oxidation) und es entstehen viele für die Pflanze wertvolle Substanzen.  Durch die Vermeidung von Oxidation speichern die geimpften Böden mehr Energie und Humus. Die Unterdrückung von Fäulnis erspart den Pflanzen viele Giftstoffe.  Der Boden kann wieder seine natürliche Puffer- und Schutzfunktion ausüben.

Pflanzen danken einen EM-optimierten Boden mit mehr Feinwurzelwachstum und weniger Anfälligkeit gegenüber Schaderregern. Die Nährstoffausnutzung durch die Pflanzen verbessert sich. Der Düngereinsatz kann bei stabilen Erträgen stark zurückgenommen werden. Mit einem entsprechenden Managment der organischen Substanz und dem Einsatz von Gesteinsmehl kann man langfristig ganz auf Mineraldünger verzichten. Die Qualität der Produkte wird besser. Die Pflanzen enthalten mehr Antioxidantien und Vitamine (meßbar als Redoxpotential) und die landwirtschaftlichen Erzeugnisse halten sich länger.

 

Die Zusammensetzung von
Effektiven Mikroorganismen

EM bestehen aus Vertretern von Milchsäurebakterien, Hefen, photosynthetischen Bakterien (PNSB) und begleitenden Arten. Die EM-Mischung ähnelt einem hochwertigen Sauerteig.

Da die Effektiven Mikroorganismen in vielen Ländern und inzwischen von vielen konkurrierenden Herstellern in eigenen Labors zusammengestellt werden unterscheidet sich die Artenzusammensetzung. So lange die drei Gruppen Milchsäurebakterien, Hefen, und Photosynthesebakterien vertreten sind hat man es mit vollwertigem EM zu tun. Die EM-Kulturen der EMIKO, mit denen wir handeln, kommen aus einem Labor der EMRO-Stiftung in Süddeutschland und werden von der Firma EMIKO in Swisttal-Heimerzheim in der Nähe von Köln zur Starterkultur EM1 zusammengemischt. Aus Kostengründen und zur Aktivierung wird diese Starterkultur EM1 zum EM-a vermehrt. Eine mehrfache Vermehrung ist nicht ratsam da die Qualität dabei stark sinkt oder die Vermehrung völlig schief läuft.

Professor Teruo Higa der Erfinder oder besser Wiederentdecker dieser Mikroorganismengemeinschaft betont das nicht die genauen Arten wichtig sind sondern das die drei Gruppen Milchsäurebakterien, Hefen und Photosynthesebakterien symbiotisch gemeinsam vermehrt werden.


Photosynthesebakterien  - PNSB

Für viele der besonderen Stoffwechselleistungen von EM scheinen die zwar mengenmäßig nur gering vertretenen aber extrem vielseitigen Photosynthesebakterien (PNSB) verantwortlich zu sein. Diese Bakterien sind im Boden, Seesedimenten, auf Blättern und in der Rhizomsphäre weit verbreitet und arbeiten oft eng mit anderen Organismen zusammen. Sie ernähren sich quasi von Abfallstoffen und synthetisieren eine Unmenge an Antioxidantien, Vitaminen, Wuchsstoffen und Zuckern die von anderen Mikroorganismen und Pflanzen benötigt werden.

Stars

Diese Photosynthesebakterien (PNSB) sind echte Stars in der Mikrobiologie. Es gibt mehrere Genomkartierungsprojekte zu Ihnen. Ihre Fähigkeit zur Bindung von Luftstickstoff wird untersucht, Ihre Möglichkeit Wasserstoff zu produzieren möchte man zur Energiegewinnung einsetzen. Ihre Fähigkeit Giftstoffe abzubauen wie Aromaten (PCB und PAK), chlororganische Verbindungen (Dioxin, DDT) und Kohlenwasserstoffe wie Öl interessiert Umweltsanierer und wird bereits vielfach eingesetzt. Sie sind die heißesten Kandidaten als Vorfahren unserer eigenen Zellkraftwerke, der Mitochondrien (Ja, Sie haben richtig gehört. Wir könnten zur Hälfte aus den Bakterien in EM entstanden sein). Photosynthesebakterien können atmen. Sie können Lignin und viele andere komplexe organische Verbindungen aufspalten. Sie können Wasserstoff, Schwefelwasserstoff, Nitrat und Nitrit benutzen, sie reduzieren Eisenoxid (fressen Rost) und betreiben natürlich manchmal Photosynthese.

Vorkommen

Photosynthesebakterien findet man in Süß- und Salzwasser (frei und in Sedimenten), im Boden, in der Rhizomsphäre, auf Blättern, in Güllebecken (wenn der Landwirt Glück hat), bei heißen Quellen, in Schnee und Eis, in Gesteinen und tief in der Erdkruste. Einige Forschergruppen fanden Photosynthesebakterien in Marsmeteoriten und einige Asteroiden da draußen haben einen verdächtigen unerklärlichen Purpurfarbton (Kuiperbeltasteroiden).

Die Photosynthese

Die Photosynthesebakterien in EM betreiben, wenn die Bedingungen stimmen, mit Hilfe Ihres Purpurfarbstoffes Photosynthese. Vorsicht, das ist nicht die übliche grüne Photosynthese. Sie spalten kein Wasser auf und produzieren folglich auch keinen Sauerstoff. Sondern Sie beziehen ihren zur Stoffsynthese benötigten Wasserstoff   aus energiearmen und einfachen organischen Substanzen, aber auch aus Schwefelwasserstoff oder direkt aus gelöstem Wasserstoffgas. Die Kohlenstoffquelle ist Kohlendioxid und organische Substanzen. Da diese Photosynthesebakterien nicht den Kraftakt vollbringen müssen Wasser aufzuspalten, können sie viel größere Bereiche des verfügbaren Lichtspektrums nutzen und auch nahes Infrarot in Energie umwandeln (bis ca. 3µm Wellenlänge). Die Energie kommt dabei der Pflanze über den Umweg eines energiereichen und nährstoffreichen Bodens zu Gute (Luftstickstoffbindung, Nährstoffmobilisierung).

Vermehrung der Photosynthesebakterien

So viele Fähigkeiten bekommt man nicht umsonst. Für Bakterien haben unsere Photosynthesebakterien ein Monsterriesengenom. Diese vielen Gene müssen bei jeder Zellteilung kopiert werden. Das hält natürlich auf. Daher vermehren sich Photosynthesebakterien deutlich langsamer als die Milchsäurebakterien und Hefen in EM. Milchsäurebakterien sind die Sprinter, Sie brauchen, wenn sie in Fahrt sind, nur zwanzig Minuten zur Verdopplung. Hefen benötigen zur Verdopplung etwa zwei Stunden. Die für EM wichtigen Photosynthesebakterien brauchen aber deutlich länger. Das ist auch die Hauptschwierigkeit bei der Vermehrung von EM. Der relative Anteil der Photosynthesebakterien geht bei der Vermehrung deutlich zurück.

 

Milchsäurebakterien und Hefen

Die Milchsäurebakterien in EM sind die Arbeitstiere. Sie sind anteilig am stärksten vertreten, sie vermehren sich am schnellsten und sie sterben am schnellsten. Die Gruppe der Milchsäurebakterien umfasst sehr viele stark verschiedene Arten. Milchsäurebakterien fermentieren die verschiedenen Kohlenhydrate und Zucker und produzieren daraus natürlich Milchsäure und Essigsäure, aber auch verschiedene Vitamine und Proteine. Sie atmen nicht und mögen Sauerstoff und Luft auch nicht sonderlich können aber Sauerstoff tolerieren. Milchsäurebakterien sind aus der Yoghurt-, Sauerkraut- oder Sauerteigherstellung alte Bekannte und ihre veredelnde Wirkung auf Lebensmittel wird allgemein geschätzt. Wo die Milchsäurebakterien nicht weiterkommen springen Hefen und Photosynthesebakterien ein. Wenn Gifte zu knacken sind, wenn spezielle Wuchsstoffe, Enzyme und Hormone gebraucht werden oder komplexere organische Verbindungen aufgearbeitet werden müssen. Hefen werden in der Wein-, Bier- und Brotherstellung benutzt und sie vermehren sich nur wenig langsamer als die Milchsäurebakterien. Sie fressen ebenfalls Kohlenhydrate und Zucker und produzieren z.B. Alkohol, verschiedene Säuren Enzyme und Vitamine (z.B. B-Vitamine) und Antioxidantien. Die EM-Mischung produziert allerdings nur sehr geringe Mengen Alkohol. Hefen können sowohl fermentieren als auch atmen und schützen so die anderen Mikroorganismen in EM vor zu hohen Sauerstoffkonzentrationen. Sie veratmen einfach den vorhandenen Sauerstoff. Das ist auch der Grund für die Hefeschicht die sich meist auf einem EM-Ansatz bildet. 

 

EM1 und EM-a (TriaTerra-aktiv=EM-a jetzt im Shop)

EM1 = Urlösung, Starterkultur

EM-a = selbst mit EM1 aktivierte, fermentierte Zuckerrohrmelasse

Das flüssige EM-a sieht aus wie dunkelbrauner Eistee riecht und schmeckt süß-sauer und hat einen ph-Wert zwischen 3,0 und 3,9. Dieses EM-a kann dann verwendet werden.

 

Vermehrung

EM-a ist die Abkürzung für Effektive Mikroorganismen - aktiviert

Gutes selbst vermehrtes EM-a ist der Ausgangspunkt jeder EM-Anwendung. Hier lohnt sich jede Sorgfalt. EM1 kann zwar auch direkt angewendet werden, aber eine Vermehrung ist wesentlich günstiger. Die Starterkultur EM1 wird vom Anwender unter Luftabschluss in 7 Tagen bei 32-38°C mit Melasse und Wasser zum EM-a vermehrt (Faktor 33).
Mein Rezept für EM-a weicht etwas vom Standard-Rezept ab. Der erhöhte Melasse-Anteil gibt den Mikroorganismen bei der Anwendung noch etwas Extrazucker als Wegzehrung mit und verstärkt damit die Wirkung. Der Obstessig führt zu einer sicheren Vermehrung auch bei nicht perfekten Bedingungen. Das Salz versorgt die Mikroorganismen besser mit Mineralien und führt zu stärkerer Aktivität. Das Keramikpulver sorgt für konstant beste Wasserqualität bei der Vermehrung und speziell für eine verlängerte Haltbarkeit des fertigen EM-a. 

 

Rezept für einen Liter EM-a                                                     Anteile in Prozent

30 ml EM1                                                                                   3 % EM1

50 ml Zuckerrohrmelasse                                                        5 % Melasse

10 ml Obstessig                                                                         1 % Obstessig

2 g Meersalz/Steinsalz                                                             0,2 % Meersalz

0,4 g EM-Keramik-Pulver                                                          0,04 % Keramik-Pulver

910 ml Wasser                                                                            91 % Wasser

 

Heizung

Der EM-a-Ansatz muss 7 Tage lang bei einer Temperatur von 32-38°C gehalten werden. Dies heißt in unseren Breiten das der Ansatz geheizt werden muss. Je gleichmäßiger die Temperatur desto besser. Vergessen Sie den EM-a-Ansatz auf die Heizung zu stellen, die ist mal zu heiß und mal zu kalt. Gut machen sich die professionellen Vermehrungsgeräte es geht aber auch günstiger. Für kleine bis mittlere Mengen macht sich die Heizung über ein Wasserbad sehr gut. Das Wasserbad heizen sie mit einer Aquariumsheizung und stellen Flaschen oder Kanister mit dem unteren Viertel hinein. 
Bei größeren Behältern und guter Isolierung kann man die Aquariumsheizung auch direkt in den EM-a-Ansatz hinein hängen. Die Heizung sollte komplett eingetaucht am Boden liegen, das gewährleistet das der Behälter hauptsächlich von unten geheizt wird, was zusätzlich zu einer sanften Umwälzung des Ansatzes führt. Kaltes Wasser am Boden erwärmt sich, steigt nach oben, kühlt sich wieder ab und sinkt wieder zu Boden. Die optimale Verbindung einer Heizung und sanften ständigen Durchmischung. Benutzen Sie am besten eine Aquariumsglasstabheizung (Jäger) die man voll eintauchen kann und die bis mindestens 34°C einzustellen ist. Solche Glasstabheizungen gibt es ab 20 € in Zoohandlungen.
Für einen 60-300 l Fermenter würde ich eine entsprechende Regentonne nehmen, sie von allen Seiten gut isolieren und mit einem 300 W Glasstabheizer von Jäger heizen. Machen Sie die Tonne voll (1-2 cm unterm Rand), Deckel drauf und eine Woche nicht nachschauen, damit wenig Luft reinkommt. Die entstehenden Gärgase suchen sich schon ihren Weg durch den nicht perfekt schließenden Deckel.
Genauso kann man mit einem 1000 l Behälter verfahren, dafür braucht man dann aber 600 W also zwei 300 W Glasstabjägerheizer oder einen Titanheizstab mit extra Regler.

Elektrosmog

Ein EM-a-Ansatz kann auf Elektrosmog sehr sensibel reagieren. Ich habe mal versucht einen Kanister durch zwei außen angelegte Trafos zu heizen. Die Trafos meiner Telefonanlage sind sowieso ständig warm, warum die Wärme nicht nutzen. Binnen eines Tages stank der EM-a-Ansatz bestialisch. Ich musste ihn schleunigst entsorgen. Ebenso sollte man Funktelefone und Sicherungskästen meiden. Wenn trotz aller Tricks immer wieder Probleme mit dem EM-a-Ansatz auftauchen kann man einfach mal den Ort wechseln. Vielleicht ist die E-Smogbelastung oder sonstige Atmosphäre in einem anderen Zimmer besser.

Behälter 

Der Behälter für den EM-a-Ansatz sollte natürlich absolut sauber sein, schließlich wollen wir nur die richtigen Mikroorganismen züchten. Gut machen sich jegliche Behälter aus Lebensmittelplastik, also Flaschen, Kanister, Tonnen oder 1000 l Container. Auch Glasbehälter zum Beispiel Weinballons  sind gut. Nicht zu empfehlen sind Metallbehälter. Die Bakterien in EM erzeugen während der Vermehrung viele freie Elektronen die sie später in Antioxidantien umwandeln. Ist der Vermehrungsbehälter aus Metall werden die Elektronen abgeleitet und es entstehen weniger Antioxidantien. Darunter leidet die Haltbarkeit und die Wirksamkeit von EM-a. Eine besonders einfache Lösung ist ein mit EM-Ansatz voller Behälter (Regentonne/Kanister) mit reingelegter Aquariumsheizung auf 34°C und die Öffnung abdecken so daß Gärgase entweichen können aber kein ständiger Luftaustausch ist. 

Luftabschluss

Auch wenn EM-a bei der späteren Anwendung mit Luftsauerstoff in Kontakt kommt, erfolgt die Vermehrung und Lagerung unter Luftabschluss. Ein EM-a-Ansatz sollte mit wenig Sauerstoff in Berührung kommen. Alle Behälter die man zur Vermehrung benutzt fast voll füllen , damit sich wenig Luft über dem Ansatz befindet. Kanister sollte man nicht nur bis zum Eichstrich einfüllen sondern leicht schräg stellen und noch voller füllen. Bei der EM-Vermehrung entstehen Gärgase (Kohlendioxid). Diese Gärgase können durch ein Gärröhrchen oder einen nicht ganz zugedrehten Deckel abgeleitet werden, damit die Flasche nicht platzt. Bei meiner 200-Liter-Tonne reicht es, wenn ich einfach den Deckel fest auflege und eine Woche nicht nachschaue. Dies hält die Luft draußen und die Gärgase suchen sich schon ihren Weg. Ständiges Topfgucken ist schlecht weil immer wieder frischer Luftsauerstoff mit reinkommt. Einfach 7 Tage warten und dann abfüllen.

Zutat: Wasser

Zum EM-a-Ansatz werden EM1, Melasse und warmes Wasser gemischt. Ist das Wasser gechlort oder aus den kilometerlangen Rohrleitungen einer Stadtwasserversorgung sollte man das Wasser einen Tag stehen lassen, damit es sich entspannen kann und eventuelles Chlorgas entweichen kann. Das gleich hinzugefügte EM-Keramikpulver hilft bei der Wasserbelebung.

Zutat: Melasse

Achten Sie darauf das sich die klebrige Melasse ganz auflöst. Melasse ist ein Abfallprodukt aus der Zuckerherstellung. Abfallprodukt führt aber in die Irre. Der eigentliche Abfall ist der weiße Zucker den Sie essen. Alles gute das im Zucker fehlt ist in der Melasse. Melasse bietet den EM ein ausgewogenes und abwechslungsreiches Futter. Hin und wieder hört man das EM-a mit braunem Rohrzucker vermehrt wird. Auch wenn der Rohrzucker eine ansprechende bräunliche Färbung hat ist er nicht viel besser als weißer Zucker. Diese sehr einseitige Ernährung für die Mikroorganismen führt dazu das sich hauptsächlich die Milchsäurebakterien vermehren und weniger Antioxidantien gebildet werden. Die ph-Wert-Absenkung wird zwar erreicht aber die Wirkung wird in einigen Anwendungsgebieten schlechter sein. Nicht empfehlenswert! Viele Bauern verwenden Melasse in der Fütterung. Diese Futter-Melasse ist oft mit mehr Wasser versetzt und die Gefahr einer Verunreinigung ist höher als bei der Rohmelasse die wir verkaufen. 

Zutaten: Obstessig, Meersalz

Wie die Menschen auch brauchen die EM zum leben Mineralien. Diese sind zwar auch in der Melasse vorhanden aber ein bisschen extra hilft. Das extrem gereinigte Haushaltssalz/Kochsalz bringt dabei wenig, besser ist ungereinigtes (unraffiniertes) Meersalz/Steinsalz. Zur weiteren Qualitätsverbesserung kann man dem EM-a-Ansatz  0,2 Prozent gutes (unraffiniertes) Meersalz/Steinsalz und 1-3 % Obstessig (z.B. Apfelessig) hinzufügen. Das ist auf den Liter Ansatz 2 Gramm Salz und 10-30 Milliliter Obstessig. Etwas Obstessig macht die Vermehrung sicherer, weil es die Bakterien von Anfang an in Richtung Fermentation weist und eventuellen Fäulniserregern keine Chance bietet. 

Ph-Wert

Der ph-Wert eines fertigen EM-a-Ansatzes sollte nach sieben Tagen bei 3,9 und tiefer liegen. Dies ist die wichtigste Erfolgskontrolle bei der EM-Vermehrung. Der ph-Wert bei meinen EM-a-Ansätzen liegt bei 3,4. Der ph-Wert verrät uns ob die Milchsäurebakterien sich erfolgreich vermehrt haben und das sich keine schädlichen Mikroorganismen im EM-a einnisten konnten. Die mögen nämlich das saure Milieu nicht. Über die Vermehrung der anderen wichtigen Mikroorganismen sagt der ph-Wert wenig. Hier könnte nur eine Laboruntersuchung helfen die aber unpraktisch und teuer ist. Mit etwas Erfahrung kann man an Geruch und Aussehen aber eine gute EM-a-Qualität erkennen. Zum Beispiel ist oft eine auf der Oberfläche schwimmende Hefeschicht zu erkennen.
Wenn der ph-Wert in Ordnung ist, hat alles andere meist auch geklappt. Den ph-Wert kann man mit auf den Messbereich (ph3-4,5) abgestimmtem Teststreifen messen. Einen EM-a-Ansatz der den ph-Wert von 3,9 und tiefer nicht erreicht, sollte man entsorgen. Ab in den Ausguss, die Gülle oder den Komposthaufen. Wenn der Geruch trotz des hohen ph-Wertes gut ist kann man noch mal zwei drei Tage warten und erneut messen. Manchmal brauchen die EM etwas länger bis sie in Gang kommen.
Für sensible Anwendungen wie Silage und Fütterung ist sogar 3,6 und tiefer Pflicht.

 

Haltbarkeit (siehe TriaTerra-aktiv=EM-a im Shop)

Unter Luftabschluss hält sich gutes EM-a (pH-Wert unter 3,6) Monate bis Jahre. Tatsächlich wird gutes EM-a nicht schlecht sondern höchstens noch sauerer mit der Zeit. Eine Prüfung von Aussehen und Geruch kann schnell entscheiden ob das EM-a noch gut ist. Sobald es faul riecht und nicht mehr sauer ist weg damit. Ich habe EM-a-Proben noch nach mehr als einem Jahr geöffnet und fand sie völlig in Ordnung. Allerdings geht die mikrobielle Aktivität und die Zahl lebender Milchsäurebakterien nach ca. 4-8 Wochen zurück. Das heißt die Mikroorganimsen brauchen einen halben Tag länger bis sie in Gang kommen. Gleichzeitig steigt aber der Gehalt an Vitaminen, Antioxidantien und Enzymen im EM-a. Deswegen ist altes EM-a zum putzen oder zum beimischen in Baustoffe besser geignet. Auch die hochwertigen EM-Produkte zum trinken sind mit Langzeitfermentation hergestellt.
Wenn EM-a offen steht ist es je nach Temperatur noch 2-4 Wochen gut. Das wichtigste bei der Lagerung sowohl von EM1 wie auch EM-a ist die weitestgehende Vermeidung von Luftkontakt. Am besten in Flaschen füllen und nach Gebrauch immer soweit zusammendrücken bis keine Luft mehr in der Flasche ist. Angebrochene Flaschen am besten in den Kühlschrank dann sind sie dort noch mal 6 Wochen haltbar. Wenn EM mit etwas Luft in Kontakt kommt, können sich weiße Hefeflocken bilden. Das ist in Ordnung so lange Geruch und Aussehen sonst gut sind. EM1 und EM-a sollten bei 0 bis 30 °C dunkel gelagert werden. Die Temperatur sollte möglichst konstant sein und die Flasche wenig bewegt werden, ähnlich wie Wein. Ein Kartoffelkeller oder die hinterste Ecke des Küchenschrankes machen sich gut.


Externe Linkliste

Hier habe ich einige externe Links zusammengestellt, die einen guten Überblick über die EM-Welt geben.


EM in Berlin und Brandenburg

www.bucurescu.de  Mein EM-Zahnarzt der Wahl in Berlin mit großer Praxis, eigenem Labor (mit EM-Zahnersatz) und langer EM-Erfahrung

www.em-hof-pinokkio.de  Dieses EM-Schulungszentrum wächst in Bloischdorf in der Nähe von Cottbus. Hier werden 2007 EM-Landwirtschaftsseminare und Baubiologische Seminare angeboten die ich mit betreuen werde. Aber auch Privatanwender können hier in schöner Umgebung EM kennen lernen.

www.em-berlin.de mit Berliner EM-Terminen und EM-Infos, von Sven Kühnel EM-Berater und Betreiber des Gras-Grün-Shops

www.halali.de  Sehr gutes österreichisches Restaurant in Berlin-Wannsee und Ort eines monatlichen EM-Stammtisches

www.bartning.de Louise & Sebastian Bartning (Heilpraktiker) sind engagierte EM-Fans der ersten Stunde und Experten in Ernährungsfragen, die Kurse und Therapien anbieten.

www.em-oderbruch.de Der EM-Oderbruch-Verein baut im Oderbruch  dieses  EM-Projekt auf

www.sdmarten.de Diese professionelle Gebäudereinigungsfirma von Frank Marten in Falkensee nutzt EM

www.gruener-baum-brettin.de  In diesem wunderschön gelegenen Hotel in Brettin wird man mit EM umsorgt

EMRO  EM-Zentrale in Japan (englisch)

mit monatlicher aktueller Nachricht zu EM-Entwicklungen von Prof. Higa

www.emro.co.jp/english


EM-Verein

Die Internetseite des gemeinnützigen EM Vereins:   emev.de   mit einem EM-Forum und vielen Adressen von EM-Stammtischen.   


Vertriebsfirmen für EM

Die EM-Vertriebsfirmen stellen auch immer wieder mal interessante Hinweise, Untersuchungen und Erfahrungen ins Netz.

Deutschland: Emiko www.emiko.de 

Italien: EMBIO   www.embio.it

Schweiz: Bionova www.em-schweiz.ch

Österreich: Multikraft  www.multikraft.com

Niederlande: Agriton www.agriton.nl/homeger.html  

 EM - Effektive Mikroorganismen & Gesteinsmehl
          Diplomgeoökologe Marko Heckel
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